Das Experiment:   Schleizer Feuerwehr unterstützt Filmproduzenten
 
 

15.08.2019   Wieder einmal waren die Einsatzkräfte der Schleizer Feuerwehr für eine außergewöhnliche Maßnahme unterwegs. Diesmal wurde auf Anfrage der infoNetwork GmbH (Mediengruppe RTL Deutschland) ein Experiment unterstützt.

Ziel war, für die Sendung "RTL- Exclusiv Magazin" mit einem nachgestellten Unfall als Experiment einen Beitrag zur Aufklärung der Fernsehzuschauer zu filmen. Zuvor war am 9. August in Eschborn ein Pkw und ein Industriestaubsauger abgebrannt, weil man offenbar versuchte, eine "Falschtankung" des Pkws rückgängig zu machen.

Grundsätzlich ist es schwer Unfälle nachzustellen. In dieser Sache gehörte als Ursache des Unglücks neben einer gehörigen Portion Dummheit auch eine Verkettung von unglücklichen Umständen. Das machte die Aufgabe nicht leichter und bedarf auch einiger Vorbereitung.

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Bewusstlose Person im Wald:   Notarzt-Transfer mit Feuerwehr-Quad
 
 
Es war wohl nur eine Frage der Zeit, dass das von der ehemaligen Feuerwehr Burgk übernommene Feuerwehr-Quad zum Einsatz mit Menschenrettung kommt. Am 13.08.2019 wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren Möschlitz und Schleiz sowie Notarzt und Rettungsdienst um 15:36 Uhr zu einer bewusstlosen Person im Wald zwischen Gräfenwarth und dem "Kobersfelsen" in der Gemarkung Burgk alarmiert. Im nur zu Fuß erreichbaren Gelände hinter der Hängebrücke am Kobersfelsen wurde später die bereits wieder ansprechbare männliche Person gefunden. Sie war bereits von Ersthelfern gut versorgt worden. Mit Hilfe des Quads konnte die Notärztin den größten Teil der Strecke zum Patienten von der Eisbrücke her und später auch wieder zurücktransportiert werden.
Der stabilisierte und versorgte Patient wurde mit Hilfe des Feuerwehrbootes zum Rettungswagen verbracht. Wenn sein Zustand schlechter gewesen wäre, hätte die Einsatzleitung die Schleizer Wasserwacht hinzugezogen, was sich aber dann erübrigte. Eine Landung eines Rettungshubschraubers wäre am Einsatzort nicht möglich gewesen.
Der erst später präzisierte Unfallort befindet sich auf einen der vielen romantischen Wanderwege an der Saale und wird ab 1. Januar 2020 zum neuen Stadtgebiet Schleiz gehören. Wie sich zeigte, scheint wohl die Übernahme des Quadts in den Fahrzeugbestand der Schleizer Feuerwehr mehr als sinnvoll gewesen zu sein. Der neue Rüstwagen des Landkreises kam im Übrigen auch wieder zum Einsatz, weil das Feuerwehrboot zur Ausrüstung des Fahrzeuges gehört. Am Abend fand dann auch endlich die erste große Ausbildungseinheit am neuen Fahrzeug statt.
 

 
Zuwachs im Fahrzeugpark:  Tagesleuchtende Magirus-Brüder
 
 
Sie sind unterschiedlich alt, haben die unterschiedlichsten Aufgaben und haben doch eine Gemeinsamkeit:  Die drei Magirus-Fahrzeuge stammen letztlich nicht nur vom gleichen Hersteller (aus unterschiedlichen Werken) sondern haben auch ein gleiches äußeres Erscheinungsbild.
Wenn wir es nicht besser wüssten, könnte man glauben, man hat sich gezielt Magirus- Fahrzeuge ausgeschrieben. Aber dem ist nicht so, denn alle drei "Brüder" mussten sich dem Wettbewerb stellen.
Helfen sollen sie alle drei gleichermaßen, vom Hilfeleistungslöschfahrzeug (dem "Kleinen"- rechts), über dem TLF 4000 Model Schleiz (mitte) bis zum Rüstwagen (links).
 

 
Landrat des Saale-Orla-Kreises übergibt Schleizer Feuerwehr neuen Rüstwagen

Am Ende ist es "nur" ein neues Arbeitsgerät und doch etwas ganz Besonderes. Der Landrat des Saale-Orla-Kreises, Thomas Fügmann (CDU) übergab am 02.08.2019 um 17:40 Uhr etwas zeitlich außerplanmäßig den Kameradinnen und Kameraden der Schleizer Feuerwehr einen nagelneuen Rüstwagen als neustes und einziges Norm-Fahrzeug für diesen Aufgabenbereich im gesamten Landkreis. Der bereits um 17:00 Uhr geplante Termin verzögerte sich etwas wegen einem laufenden Einsatz der Schleizer Einsatzkräfte auf der Bundesautobahn 9.

Im Beisein von vielen Gästen aus der Politik und vor allem von vielen Kameradinnen und Kameraden umliegender Feuerwehren, führte er die Wichtigkeit des gesamten Fahrzeuges den Gästen vor Augen.....

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Bundesautobahn 9:  Mercedes landet nach kurzem Starkregen in der Leitplanke
 
 
02.08.2019    Eigentlich hatten die Kameraden schon ihre schicke Dienstkleidung aus Anlass der bevorstehenden Fahrzeugübergabe des Rüstwagens an, da ließ um 15:38 Uhr eine Alarmierung den Plan des späten Nachmittags mächtig durcheinanderwirbeln.
Um 15:38 Uhr wurden die Einsatzkräfte auf die Bundesautobahn 9 zum Kilometer 230,6 Richtung Nürnberg alarmiert. Zuvor war ein aus dem Saale-Orla-Kreis zugelassener Pkw Mercedes derart in die Mittelleitplanke gekracht, dass das Fahrzeug folglich nur noch Schrottwert hat. Beim weiteren Abflug schleuderte der Pkw auf die rechte Fahrspur und verlor rund 200 Meter weit sämtliche Betriebsmittel und Fahrzeugteile. Somit war die Aufgabenstellung für die Kameraden gegeben.
Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln sicherten die Beamten der Polizei und die Kameraden der Feuerwehr die Einsatzstelle. Ein Vorwarnfahrzeug der Polizei und die mobile Vorwarntafel der Schleizer Feuerwehr waren zusätzlich im Einsatz. Doch das schien wohl immer noch nicht zu reichen, denn ein türkischer Kleintransporter krachte in die Absperreinrichtung der Feuerwehr. Im Ergebnis sind nun zwei Blitzleuchten Schrott. Zum Glück wurde niemand verletzt.
 

 
Neuer Rüstwagen schon vor feierlicher Übergabe im Einsatz
 
 
01.08.2019 Am Vorabend der feierlichen Übergabe des neuen Rüstwagen des Landkreises Saale-Orla an die Feuerwehr Schleiz, kam das Fahrzeug zum ersten gleich ernsthaften Einsatz, wo speziell die 8-Tonnen-Winde einen guten Dienst leisten musste.
Aus bisher unbekannter Ursache geriet ein 18-Tonnen schwerer Mähdrescher an der Engstelle der Baustelle des Gymnasiums in der Hofer Straße in Schleiz auf die Bankette und drohte einen rund 4 Meter hohen Hang abzustürzen. Nur wenige Zentimeter weiter wäre es auch ganz sicher zum Unglück gekommen. Die um 22:07 Uhr alarmierte Schleizer Feuerwehr übernahm mit den Winden des HLF (5-Tonnen im einfachen Zug) und des neuen Rüstwagen (8-Tonnen im einfachen Zug) die Sicherung des überbreiten (3,5 Meter) Mähdreschers, nachdem die Einsatzkräfte die Einsatzstelle umfassend ausgeleuchtet hatten. Die Zugkräfte wurden jeweils durch Einsatz einer losen Rolle verdoppelt. Während der Sicherungsarbeiten war die Hofer Straße in beiden Richtungen voll gesperrt.
Später konnten die beiden Seilwinden der Feuerwehr mit Hilfe noch leistungsstärkeren Winden des herbeigeeilten Abschleppdienstes die Bergung des Mähdreschers übernehmen.
Wie es nun genau zu dem Unfall kam, ermitteln die ebenfalls anwesenden Beamten der Polizei in Schleiz. Tatsache ist allerdings, dass die am Tag genutzte Baustelle mit einer deutlichen Fahrbahnverengung betrieben wird und es dadurch zu einer wesentlichen Fahrbahnverengung in diesem Bereich gekommen ist. Es wurde niemand beim Unfall verletzt und der Sachschaden beschränkt sich auf den Hangabschnitt.
Der neue Rüstwagen war nunmehr schon zu zwei Einsätzen unterwegs, allerdings kam er letztlich nur zum heuteigen Unfall zum Einsatz.
 

 
Autobahnparkplatz Rodaborn:  Gefahrstoff läuft aus 1.000 Liter -  IBC-Tank
 
 
Ausgerechnet auf dem Parkplatz der berühmten ehemaligen und ältesten deutschen Autobahnraststätte Rodaborn (eröffnet als Ausflugsgaststätte am 20. Dezember 1936) kam es am 30.07.2019 zu einem Gefahrgut- Störfall. Aus einem Lastzug lief um 17:30 Uhr von der Ladefläche ein zunächst unbekannter Gefahrstoff auf das Parkplatzgelände. Die Feuerwehren Triptis, Weida, Hirschberg und Schleiz eilten zum Einsatzort an der Bundesautobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Lederhose und Triptis.
Die unbekannte Flüssigkeit lief aus einem beschädigten IBC-Tank über die Ladefläche auf die Fahrbahn in Richtung Kanaleinlauf. Der Lastzug hatte mehrere gefährliche und weniger gefährliche Gefahrstoffe geladen. Gemeinsam beseitigten die beteiligten Feuerwehren den Gefahrstoff indem sie zunächst zwischenlagerten und anschließend in einen Ersatz-IBC-Tank pumpten.
Verletzt wurde bei dem Störfall niemand. Eine Gefährdung für die Umwelt lag auf Grund der eingeleiteten Maßnahmen nicht vor. Der Parkplatz musste teilweise geräumt und während des Einsatzes komplett gesperrt werden. Ein Entsorgungsunternehmen übernahm die Reinigung des Parklatzes.
Die Reinigungsarbeiten an den Einsatzfahrzeugen und der eingesetzten Technik zog sich bei der Schleizer Feuerwehr bis weit nach Mitternacht hin.
Die Kameraden der Schleizer Feuerwehr bedanken sich für die gute Zusammenarbeit bei allen Einsatzkräften der Feuerwehren, Rettungsdienst sowie den Mitarbeitern des Entsorgungsunternehmens, Umweltamt, Autobahnbetreiber und der Rettungsleitstelle.
 

 
Rund 300 Stunden für die Sicherheit am Schleizer Dreieck
 
 
 
Die Schleizer Feuerwehr war rund 300 Stunden an den drei Renntagen zum 85. Internationalen Schleizer Dreieck Rennen mit den Läufen der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) für die Sicherheit der Rennfahrer und Besucher im Einsatz. Dabei war diesmal der "Renndienst" für die Einsatzkräfte relativ entspannt. Zwei Ölspuren mussten auf der Rennstrecke beseitigt werden. Außerdem gab es eine Sonderaktion gegen Staub auf dem Verbindungsweg zwischen dem Fahrerlager und dem Buchhübel, was von den Rennbesuchern mit viel Beifall und lobenden Worten begrüßt wurde.
Am Rennsonntag rückten die Kameraden zu einem Verkehrsunfall auf der Umleitungsstrecke an der L 1077/ Einfahrt Industriestraße aus. Dort waren zwei Pkw zusammengestoßen. Drei Personen wurden dabei leicht verletzt.
 

 
Getreideernte wird zunehmend auch Problem für die Feuerwehren
 
 
Die Getreideernte auf deutschen Feldern beschäftigt zunehmend auch die Feuerwehren des Landes und wird damit auch indirekt ein Problem der Gesellschafft. Allein heute, am 25.07.2019, kam es wieder einmal zu mehreren Alarmierungen von Feuerwehren im Leitstellenbereich Saalfeld. Unzählige Einsatzkräfte waren wieder von ihrer Arbeit weggelaufen, weil Felder brannten.
Extreme Temperaturen und Dürre seit längerer Zeit sind die Grundlage der Brände. Auslöser bleibt allerdings der Mensch und seine Maschinen. Kleine Probleme führen schnell zum Brand, wie auch gegen 16 Uhr zwischen Gefell und Haidefeld (Saale-Orla-Kreis).
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schleiz unterstützen die Löscharbeiten.

Hinweis:    Waldbrandstufe 4 (zweithöchste Stufe) im Bereich des Forstämter Schleiz und Bad Lobenstein!
Bitte vermeiden Sie in der Natur offenes Feuer!

 

 
... Fahrsicherheitstraining damit wir Ihnen schnell und sicher helfen können!
 
 

.... das Gerätehaus in Schleiz ist schon seit Stunden leer, alle Fahrzeuge sind weg - da muss wohl was Schlimmes passiert sein...... so die Gedanken eines Medienvertreters am 20.07.2019, wie er später berichtete.

Doch so war es dann doch nicht. Nach sieben Jahren und mit zahlreichen neuen Maschinisten absolvierten erneut insgesamt 15 Einsatzkräfte der Schleizer Feuerwehren ein Fahrsicherheitstraining auf dem Schleizer Dreieck.

Die Notwendigkeit einer solchen Ganztagsschulung erklärt sich schon damit, dass fast alle Einsatzfahrer der Feuerwehren nicht regelmäßig als Berufskraftfahrer Lastwagen fahren. Dazu kommt, dass im Einsatzfall die Fahrzeuge teilweise unter extremen Bedingungen mit Sonderrechten sicher bedient werden müssen. Adrenalin im Blut wegen der plötzlichen und manchmal lebensrettenden Erwartung des Einsatzszenarios, lässt die Gefährdung der Einsatzkräfte zudem noch erhöhen.....

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Feuerwehrarbeit in Schleiz:   Brand-  und Konzerteinsatz direkt nacheinander
 
Es gibt auch durchaus Momente im Leben der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, die ihre Arbeit mal Spaß machen lassen. Einen solchen "Moment" konnten 13 Einsatzkräfte der Wehr aus Schleiz am 13.07.2019 erleben, als sie das Rock & Race Konzert der Band Frei.Wild einschließlich mit zwei Vor-Bands mit einer Brandsicherheitswache absicherten.
Noch mit dem Geruch des Brandes im Pädagogischen Zentrum in Schleiz unmittelbar vor Beginn der Brandsicherheitswache am Körper (mehr dazu nächster Bericht) , freuten sich die Einsatzkräfte auf einen schönen Abend am Heinrichsruher Park am Schleizer Dreieck.

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Brand in Behinderteneinrichtung in Schleiz: Hoher Handlungsbedarf in Sachen Brandschutz! 
 
 
Man kann es nicht einmal kurz zusammenfassen, was sich für Mängel auftun, wenn man in Sachen Brandschutz einen Einsatz vom 13.07.2019 im Pädagogischen Zentrum in der Schleizer Fröbelstraße auswertet. Dabei sind die Schuldigen nicht nur allein im Unternehmen zu suchen.
Beginnend vom altbekannten Thema des fehlenden ausreichenden Löschwassers, weiter über bekannte Zufahrtsprobleme (zum Einsatz diesmal ausnahmsweise nicht), dem fehlenden Zugang zur BMZ und der notwendigen Laufkarten, der nicht vollständigen Räumung des Gebäudes bis zur offenbar nicht richtig funktionierenden Brandmeldeanlage - irgendwie war fast alles dabei, als die Feuerwehren Schleiz und Möschlitz um 15:11 Uhr alarmiert worden und umgehend zum Einsatzort anrückten.

Letztlich kam es "nur" zu einer starken Verrauchung in einer Küche im 3. Obergeschoss wegen einem angebrannten "Mittagessen?", doch sollte spätestens jetzt jedem klar sein, es hätte auch ein richtiger Brand - auch in der Nacht - sein können. Dazu erfolgt bei diesem Objekt nicht einmal eine automatische Alarmierung der Rettungsleitstelle. Sie wurde erst nach mühevoller Erkundung von einem der beiden anwesenden Betreuer per Telefon informiert.
12 der 13 Bewohner und die beiden Betreuer waren beim Eintreffen der Feuerwehr außerhalb des Gebäudes. Ein weiterer Bewohner wurde dann von der Feuerwehr hinter einem Fenster entdeckt und ins Freie gebracht.

Der Schaden ist zum Glück gering. Lediglich der Topf ist Schrott und die Stadt Schleiz wird auf der Zeche der Feuerwehrkosten sitzen bleiben.
 

 
gemeinsames Jugendzeltlager im SEZ Kloster
 
 
 
Zu einen gemeinsamen Jugendzeltlager waren insgesamt 19 Kinder und Jugendliche mit 5 Betreuern aus Schleiz und Oettersdorf vom 05.07.2019 bis 07.07.2019 im SEZ (Sport- und Erlebniszentrum) Kloster unterwegs.
Am Freitagabend war schon mal auf den größten Stausee Deutschlands Ziel aller Beteiligten, um mit 2 Zehner- Kanus auf der Klosterplatte zu fahren. Nach dem Abendbrot hatten die Kinder und Jugendlichen ausreichend Freizeit, bevor dann in Zelten übernachtet wurde.
Nach einem deftigen Frühstück waren die Jugendlichen am Samstag zunächst zum Kräftemessen an der Kletterwand. Am Nachmittag wurden dann Flosse gebaut und diese auch auf dem Stausee getestet. Nach Traditioneller Thüringer Art wurde abends der Grill angeworfen. Mit Einbruch der Dunkelheit sind dann die Schleizer zur Nachtwanderung aufgebrochen, um sich das Feuerwerk des an diesem Samstag stattfindenden Lichterfestes von Saalburg zu bestaunen.
Wir danken allen Unterstützern des Zeltlagers, ganz besonders natürlich allen Betreuern.
 

 
 ein Hektar Feld bei Lössau während Erntearbeiten in Brand geraten
 
 
Ein Feld mit rund einem Hektar Wintergerste war während den Erntearbeiten in der Nähe von Lössau am 10.07.2019 um 16 Uhr in Brand geraten. Die alarmierten Kräfte der Feuerwehren Lössau und Schleiz konnten einen Waldbrand in "letzter Minute" noch verhindern, obwohl auf ca. 100 Meter Länge die Flammen durch den ungünstigen Wind bereits in den Waldboden vorgedrungen waren und erste Büsche am Waldrand brannten.
Während das abgeerntete Feldstück größtenteils durch die zuständige Landgenossenschaft eigeackert und somit gelöscht werden konnte, drangen die Einsatzkräfte mit rund 12.000 Liter Netz-Wasser gegen die Flammen am Waldrand vor. Das vorsorglich alarmierte Tanklöschfahrzeug der FFw Tanna konnte noch auf Anfahrt seinen Einsatz abbrechen und stand somit für einen gleichzeitig bei Frössen Richtung Langegrün stattfindenden Feldbrand zur Verfügung. Kurze Zeit später stand ein drittes Feld bei Rupperdorf in Flammen.
Nach Kontrolle des Waldgebietes und des Mähdreschers mit der Thermalscan- Funktion der Wärmebildkamera, konnten die Einsatzkräfte zurück zum Standort fahren. Auf der Rückfahrt wurde dann auf der Bundesstraße 94 bei Wüstendittersdorf eine ca. 100 Meter lange Dieselspur im Kurvenbereich beseitigt.
 

 
Saalburg:   Fahrzeuge in einer "Schrauberwerkstatt" abgebrannt
 
 
Es wird mittlerweile vielerorts in alten Betriebs- und Industriehallen in sogenannten "Schrauberwerkstätten"  gebastelt und geschraubt.
Außenstehende, auch offizielle Autowerkstätten und Händler, sehen dies ebenso kritisch, wie wir, die am Ende genau dorthin zu Einsätzen fahren. Am 25.11.2016 in Tegau und nun auch am 29.06.2019 in Saalburg brannte es in jeweils einer solchen Werkstatt.
Während die offiziellen Autowerkstätten sich immer strengeren Auflagen und Zertifizierungen kaum erwehren können, scheinen die "Schrauberwerkstätten" eher völlig kontrolllos im Sinne von Brand- und Umweltschutz ihr Dasein zu haben.

Bei den beiden Bränden sind nicht nur grobe Brandschutzvorkehrungen missachtet worden, sondern scheinen auch die Aufbewahrung von Öl, Altreifen oder sonstigen Betriebsstoffen gegen jede Regel zu erfolgen. Im Ergebnis sind letztlich die Einsatzkräfte der Feuerwehren nicht nur diejenigen, die sich deshalb in Gefahr begeben müssen, sondern auch jene, die die Umweltsauerei zu beseitigen haben. Vielleicht sollte mal der Eine oder Andere (auch Verantwortliche in Behörden, Vermieter, Verpächter oder auch Nutzer dieser "Schrauberwerkstätten") über diesen Umstand nachdenken.
 

 
ADMIRA-Center in Schleiz:   "rauchende Ölflasche" statt "qualmende Zapfsäule"
 
 
Zu einer qualmenden Zapfsäule an der Tankstelle am ADMIRA-Center in Schleiz wurden die Einsatzkräfte der Schleizer Feuerwehr am 27.06.2019 um 15:05 Uhr alarmiert.
Vor Ort stellte sich heraus, die Zapfsäulen waren noch intakt. Doch ein paar Meter daneben brannte es offenbar im Technikraum der von Schleizern liebevoll genannten überdimensionalen "Ölflasche" (Anzeige- und Werbesturm) neben der Oettersdorfer Straße.
Mittels Feuerlöscher waren die Flammen schon vor Eintreffen der Schleizer Feuerwehr durch einen in der Nähe arbeitenden Kameraden der Schleizer Einsatzgruppe gelöscht worden.

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Unfall auf der A9:  Gefährlicher oder ungefährlicher "Klärschlamm" auf der Fahrbahn?
 
 
Alarm Feuerwehren:   25.06.2019 um 05:46 Uhr
Ein "giftiger organischer fester Stoff, N.A.G. - UN 2811 - Gefahrnr. 60 - ERICard-Nr. 6-03 - UN2811" lag nach einem Unfall mit einem Lastzug auf der Bundesautobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Bad Lobenstein und Schleiz über alle Fahrbahnen.
Der Fahrer des Lastzuges wurde verletzt und konnte sich durch die Frontscheibe ins Freie retten. Ein weiterer Lastzug und ein Kleintransporter schlitterten durch die schmierige Masse der verlorenen Ladung und fuhren sich darin fest.

Was soll das für ein Gefahrstoff sein? Diese Frage stellte sich den anrückenden Kräften aus Hirschberg (Saale), Bad Lobenstein, Gefell und Schleiz. Filterabfälle (in der Verbrennung aufbereitet) eine Antwort die nicht viel nützt, denn die Warntafeln am Lkw samt Anhänger ließen nicht einen schutzlosen Einsatz zu. Auch die mitgeführten Papiere waren nicht unbedingt aussagefähig. Ein ADR- Gefahrstoffzeichen mit dem Symbol "Gift" (6) verdeutlichte dann eine neue Einschätzung der vorgehenden Einsatzkräfte.

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Bundesautobahn 9 bei Schleiz/ Dittersdorf:  
Drei Rettungshubschrauber nach Unfall im Einsatz!
 
 
Rund 50 Stunden nach einem Unfall mit einem umgestürzten Kleintransporter an fast gleicher Stelle der Bundesautobahn 9, kam es nun zu einem folgenschweren Unfall, bei dem eine ganze Familie betroffen war.
Eine Mutter und ihre beiden 4 und 6 jährigen Söhne mussten in dessen Folge mit insgesamt drei Rettungshubschraubern ausgeflogen werden, nachdem sie zusammen mit einem weiteren Beifahrer die Autobahnabfahrt Dittersdorf (in Richtung Berlin) verfehlt hatten. Sie steuerten mit ihren Mercedes komplett geradeaus über die Abfahrts- und Auffahrtspur und dann weiter durch eine Leitplanke einen rund 10 Meter tiefen Abhang hinunter. Dabei flogen sie über einen Wildschutzzaun direkt auf einen Feldweg und überschlugen sich auf dem angrenzenden Feld.

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Vermutlich erneut "sich auflösender Reifen" Ursache für Verkehrsunfall
 
 
12.06.2019     Rund 500 Meter nach den ersten gefundenen Reifenteilen lag der vollbeladene Mercedes-Kleintransporter schlussendlich auf der Seite und blockierte alle drei Fahrspuren der Bundesautobahn 9 an der Anschlussstelle Dittersdorf in Richtung Berlin. Eine Person wurde dabei verletzt. Viele gleichzeitig dort entlangfahrende Autofahrer hatten offenbar Glück nicht vom umstürzenden Transporter getroffen worden zu sein.
Die um 18:15 Uhr anrückenden Kräfte vom DRK-Rettungsdienst, Notarzt und der Feuerwehr Schleiz mussten sich auch diesmal wieder durch die Rettungsgasse kämpfen. Sowohl bei Notarztwagen als auch die Fahrzeuge der Feuerwehr standen jeweils bis zu zwei Minuten, weil sich diesmal wieder sehr viele Fahrzeugführer nicht an die Regeln hielten. Eine Einsatzkraft der Schleizer Feuerwehr lief voraus und sortierte die Fahrzeuge. Es waren vor allem Lastzüge, die die Rettungsgasse über längere Zeit blockierten. Einen russischen Lkw-Fahrer zogen die Beamten der Autobahnpolizei gleich am Unfallort heraus, um gleich seine Untat abzustrafen. Weiteren Fahrzeugführern wird vermutlich in den kommenden Tagen die Post entsprechende Straf- und Bußgeldbescheide bringen.