....unser Bericht
zum Einsatz!
 
Großes Lob:   Gleich zwei Truckerfahrer reagieren richtig und schnell
 
10.08.2016

Das Überfahren von Hindernissen war das Thema des Tages der Autofahrer im Bereich Schleiz. Gleich zweimal mussten die Einsatzkräfte der Schleizer Feuerwehr ausrücken, um Gefahren nach Überfahrt von Hindernissen zu beseitigen.
Zuvor waren die Kameradinnen und Kameraden der Kreisstadt in der Nacht um 02:25 Uhr im Schleizer Krankenhaus unterwegs, weil die Brandmeldeanlage aus bisher unbekannter Ursache ausgelöst hatte. Ein Melder im Dachgeschoß hatte wohl Rauch erkannt, obwohl offenbar gar keiner da war. Daher waren auch weder Patienten noch das anwesende Personal in Gefahr.
Um 06:40 Uhr schrillten erneut die Alarmmeldeempfänger der Schleizer Einsatzkräfte. Die Thüringer Radiosender hatten bereits auf ein Holzstück auf der Bundesautobahn 9 bei Dittersdorf aufmerksam gemacht - offenbar zu spät für zwei Pkw und ein Lastzug, die allesamt über des Hindernis weggedonnert waren. Beide Pkw wurden erheblich beschädigt. Am Lastzug wurde die Tankumfüllleitung aus einem der beiden Fahrzeugtanks komplett herausgerissen.
Doch der Fahrer reagierte sehr gut und gab sich alle Mühe beide "Auslaufstellen" so gut wie möglich provisorisch abzudichten. Die anrückenden Einsatzkräfte der Schleizer Feuerwehr dichteten die Lecks dann fachgerecht ab und füllten den Dieselkraftstoff in den intakten Tank des Lastzuges, sodass der Lastzug seine Fahrt anschließend fortsetzen konnte.
Die Reinigung der Fahrbahn von dem bereits ausgelaufenen Dieselkraftstoff war gerade beendet und die Fahrzeuge rollten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft zu ihren Standort, da ereilte der nächste Notruf die Einsatzkräfte.
Wieder war es Diesel, jeder aus ein Lkw- Tank austrat. Im Ortsteil Lössau war ein Lkw beim Zurückstoßen in ein Grundstück im Bereich Tank so ungünstig aufgesessen, dass die Ablaßschraube herausgerissen wurde.
Dank guter Reaktion des Fahrers und emsiger Arbeit aller auf der Baustelle befindlichen Mitarbeiter, konnten durch gute "Schöpfarbeit" rund 550 Liter des Dieselkraftstoffes in alle verfügbaren Behälter rund um den Bauplatz "zwischengelagert" werden. Mörtelkübel, Eimer und selbst eine Badewanne dienten als Reservat.
Die anrückenden Einsatzkräfte aus Schleiz und die alarmierten Kräfte aus Lössau kümmerten sich um weitere Schadensbegrenzung. Dazu wurde der Dieselkraftstoff in einen verschließbaren Behälter umgepumpt und das später abzutragende Erdreich zum Schutz vor den bald eintretenden Regen mit Folien abgedeckt. Anschließend bauten die Kameraden den defekten Tank aus und entleerten ihn. Nach Einbau eines provisorischen Tanks konnte der Dieselkraftstoff sogar wieder zurückgeführt werden.
Eine unbekannte Menge des Kraftstoffes war allerdings ins befestigte Erdreich gedrungen. Der Boden wurde nach Weisung des alarmierten Umweltamtes umgehend ausgetauscht.
Erst in den Nachmittagsstunden waren alle Arbeiten zur Reinigung und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr abgeschlossen.
Die Einsatzführung dankt nicht nur allen Einsatzkräften, die mehrere Stunden bei den insgesamt drei Einsätzen wieder gute Arbeit leisteten, sondern hier auch speziell den beiden Lkw- Fahrern und dessen Helfern die alles taten, um größeren Schaden zu verhindern.



 
 
 
... und dann der Schaden in Schleiz- Lössau:     Wieder auslaufender Dieseltank nach Überfahrt über ein Hindernis.