Das war aber knapp!! 

Ein schneller Einsatz der Schleizer Feuerwehr verhinderte Großbrand

24.10.2009  

Durch ein Knistern wurden die Bewohner aufmerksam - zum Glück, sonst wäre wohl wörtlich das Dach über ihrem Kopf weggebrannt.

Um 19:40 wurden die Kameraden der Feuerwehren Schleiz, Möschlitz und Tanna zu einem Dachstuhlbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus in die Schmiedestraße in Schleiz alarmiert. Obwohl der Dachstuhl schon stark verraucht war, konnten die Kameraden noch rechtzeitig das Feuer stoppen bevor es zu einer Durchzündung im Dachstuhl kam. 

Die unter schwerem Atemschutz vorgehenden Einsatzkräfte mussten zunächst durch dichtem Rauch den eigentlichen Brandherd finden. Durch eine schnelle Entrauchung mittels Turbolüfter und eine effektive Einsatzstellenbeleuchtung konnte dann die versteckt liegende Brandausbreitung untersucht werden.

Währenddessen war die Drehleiter und ein weiterer Angriffstrupp rund um die Gefahrenstelle in Stellung gegangen (außen am Dach und im Nachbarhaus), um bei einem Durchzünden sofort tätig werden zu können. 

Die eigentliche Brandausbreitung war schon weit fortgeschritten. Auf ca. 5 Meter Länge war ein Dachbalken stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Teile des Balkens waren bereits komplett durchgebrannt. Die Dachschalung war ebenfalls schon auf der gesamten Länge stark angekohlt und an drei Stellen fast durchgebrannt.

Die Taktik der vorgehende Einsatzkräfte ging auf. Das Dach sollte möglichst nicht geöffnet und die Brandnester gezielt mittels Kettensäge und geringem Wasseraufwand beseitigt werden. Hilfreich ist dabei, wenn man einen gelernten Zimmermann unter den Kameraden hat.
Das Vordringen zum Brandherd gestaltete sich allerdings schwieriger als zunächst angenommen. Stück für Stück arbeiten sich die Kameraden vor, bis nach ca. 2 Stunden endgültig die Flammen erloschen waren.

Die Feuerwehr Schleiz bedankt sich bei den Kameraden der FFw Möschlitz und Tanna für ihre Einsatzbereitschaft. Beide Wehren konnten bereits während der Anfahrt ihren Einsatz abbrechen. Ebenfalls danken wir den Kameraden des DRK, die zum Glück weder Bewohner noch Einsatzkräfte behandeln mussten, zusätzlich aber vor allen in den ersten Minuten die Regelung des Verkehrs auf der am Brandobjekt vorbeiführenden Bundesstraße 2 übernahmen.
Der Dank für die gute Zusammenarbeit gilt aber auch den Beamten der PI Saale- Orla und den Mitarbeitern der Rettungsleitstelle.

Gegen 23:50 waren alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit. Die Reinigungsarbeiten, vor allem an der Bekleidung, dauerten zur Redaktionsschluss noch an.

Die Einsatzleitung der Schleizer Feuerwehr bedankt sich bei allen Einsatzkräften für die sehr gute Arbeit.